Der T.E.K.-Kinderladen "Gryphillo" liegt in der Gryphiustraße 21 im Friedrichshainer Kiez zwischen Ostkreuz und Boxhagener Platz und existiert seit Sommer 2008. Wir sind vier Erzieher-innen (3 w / 1 m) und betreuen die Kinder in einer altersge-mischten Gruppe von einem Jahr bis zum Schuleintritt. Neben den festen Erzieher_innen gibt es bei uns eine Köchin, regelmäßig Praktikant_innen und pädagogische Hilfskräfte, die unsere Einrichtung bereichern. Die Ernährung ist bei uns vollwertig, meist biologisch und vegetarisch. Wir arbeiten nach einem von uns entworfenen und niedergeschriebenen Konzept. Dabei orientieren wir uns an den Grundsätzen des Trägers (Siehe Allgemeines/Trägergrundsätze)"und ließen uns von pädagogischen Ansätzen wie der Montessouri- und Reggio-Pädagogik, dem Situationsansatz und Ideen von Emmi Pickler inspirieren.

Wichtig ist uns im Kinderladen eine Gemeinschaft, welche auf der Anerkennung eines jeden ihrer Mitglieder basiert. Eine Gesellschaft kann nur leben, wenn alle die Möglichkeit erhalten, sich entsprechend eigener Fähigkeiten einzubringen, an ihrer Entwicklung zu partizipieren und Anerkennung zu erfahren. Dies will jedoch gelernt sein. Unsere Aufgabe in der pädagogischen Arbeit sehen wir also darin, ein Kind von Anfang an bei der Entwicklung zu einer sozialen, aber auch eigenständigen Persönlichkeit zu unterstützen. Dies erfordert einen bewussten Umgang mit vorurteilsbehafteten Haltungen und Stereotypen und Sensibilität mit vielfältigen Unterschieden, Identitäten und Lebenslagen. In unserem Kinderladen ist uns ein kleiner, familiärer Rahmen wichtig, so dass hier Sozialverhalten in Spielgruppen gelernt und auf jedes Kind eingegangen werden kann.

Natürlich möchten wir überdies motorische und kognitive Kompetenzen fördern. Das kreative Gestalten in unserem Atelier, das tägliche Rausgehen, wöchentliche Waldtage und Musikstunden, aber auch besondere Events und Ausflüge ermöglichen dies. So sehen wir das alltägliche, städtische Wohn- und Kinderladenumfeld ebenso als Bildungsorte, wie z.B. ein Museum, ein Naturlehrpfad oder eben den Wald. Die Kinder lernen im alltäglichen sozialen Kontakt und im Tun, im täglichen Spiel und im neugierigen Ausprobieren. Die Möglichkeiten dafür breit zustellen, darin sehen wir eine unserer zentralen Aufgaben. Alles weitere kommt dann in der Schule...